Letztes Wochenende haben wir ein sensationallen Ausflug nach Meteora unternommen, um dort an einem Kletterkurs inden felsigen Bergen duchzuführen. Ich als absoluter Laie auf dem Gebiet bin mit Dytros und Paulo im Dienstwagen (den wir dankensweise für die Tour von unserem Chefe freigeschaufelt bekamen), einem schicken dunkelblauen neuen BMW X6 von Thessaloniki nach Kalabaka gefahren. Ich wusst gar nicht so genau was mich da erwartet, denn die Idee so eine Tour zu machen kam von Dytros und ich haben in einer durchzechten Usus-Nacht wohl dem Ganzen irgendwie zugestimmt - mein Vater der vor Jahren mal in der Region Urlaub gemacht hatte, sagte mir aber beruhigend, dass er die Gegend kennt und empfahl mir die Tour auf jeden Fall mitzumachen. Da ich ausm Plattland, bessergesagt auf der Lüneburger Heide stamme, bin ich Berge, die höher als 150m sind so gar nicht gewohnt *haha* - mein einzigstes Klettererlebnis habe ich mal zusammen mit meiner alten Company im Hochseilgarten in Dahlenburg erleben dürfen. Da wusste ich zumindest, dass ich nicht an Höhenangst leide, denn der Parkour in diesem Hochseilgarten hat riesigen Spass gemacht und ich habe mir immer wieder vorgenommen einen solchen Ausflug zu wiederholen. Ok, ein Hochseilgarten ist jetzt mal nicht mit diesem Kletterkurs in Meteora zu vergleichen - aber die Körperbeherrschung die man an den Tag legt ist exakt identisch wie die Tests auf dem Hochseil-Parkour im Ellernhof damals.
Kaum sind wir im Areal von Meteora angekommen, erwartet uns ein Einheimischer Kletterführer, der uns eine kurze Einweisung in die Gerätschaften gab. Das war für mich schon der erste Schock…weil ich dachte… da wird nen Spaziergang… doch nix da, Seil, Karabiner und jede Menge Werkzeug wo ich mir den Namen nicht merken konnte, sondern froh war, dass Dytros mir den Kram festgemacht hat. Nach ca. einer halben Stunde sind wir dann mit einem Jeep ins Gebirge in die Nähe von Gavros gefahren. Dort hat uns unser Kletterbär abgeladen und wir fingen an uns an den Felswänden entlang zu kraxeln… Gigantisch, sag ich nur - teilweise wurde ich zwar kreidebleich - aber der Ausblick belohnte die Strapazen hinreichend. Nach 6 Stunden wusste ich exakt was ich getan hatte - jede Knochen an mir schrie nach Freibier und was ich bemängeln muss, ist die fehlende kulinarische Verpflegung wie ich sie von meinen Alpenwanderungen vor 2 Jahren erleben konnte. Weit und breit keine Hütte, Alm oder irgendwas vergleichbares - hätte Paulo nicht das halbe Restaurant mit im Rucksack gehabt… ich wäre verhungert!
Zusammengefasst kann ich sagen, dass diese Tour einer schönsten war, die ich hier in meiner Zeit in Griechenland durchlebt habe. Ich kann allen nur empfehlen sich diese atembraubende Gegend etwas genauer anzuschauen, wenn man hier in der Gegend oder am Meer im Urlaub ist!